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Riesenpyramide
18.11.2017
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19.11.2017
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Tinker Fee, Schwarzenberger Str. 49

Riesenpyramide

Zum 22. Original Johanngeorgenstädter Schwibbogenfest am 13. Dezember 2014 wurde die neue Großpyramide eingeweiht und zum 1. Mal in Gang gesetzt.

Mit dem Anspruch eine neue Qualität einer Freilandpyramide zu schaffen, wurde seit reichlich einem Jahr der Bau vorbereitet und sich zu Design, Form und Gestaltung Gedanken gemacht. Am 27. August 2014 wurde mit dem ersten Spatenstich begonnen, die größte erzgebirgische Pyramide zu errichten.

Mit gut 26 m Höhe und 11 m Flügelspannweite sucht dieser Riese aus Beton und Edelstahl weltweit nach Konkurrenz.

Spendiert wurde die neue Attraktion, wie auch der Riesenschwibbogen vom Johanngeorgenstädter Unternehmer Siegfried Ott.

Die Figuren und ihre Bedeutung für Johanngeorgenstadt

Exulant auf der Flucht (Friedhelm Schelter)
Glaubensflüchtlichte (Exulanten) aus dem böhmischen Platten haben am 23. Februar 1654 mit Genehmigung von Kurfürst Johann Georg I. die Stadt Johanngeorgenstadt gegründet.

Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (Robby Schubert)
Der Kurfürst erlaubte den böhmischen Exulanten hier zu siedeln unter der Maßgabe, dass die neue Stadt seinen Namen tragen möge.

Schuldirektor Christian Friedrich Röber (Michael Rössel-Rothe)
Der Johanngeorgenstädter Heimatdichter Röder gilt als Begründer der erzgebirgischen Mundartdichtung.

Heimatdichter Max Schreyer (Paul Brockhage)
Der gebürtige Johanngeorgenstädter schrieb u.a. das Lied vom Vugelbeerbaam.

Johanngeorgenstädter Bergmeister (Jesko Lange)
Der Bergmeister in der Uniform des hiesigen Reviers von 1786 steht symbolisch für den Silbererzbergbau.

Wittigsthaler Hammerschmied (Dietmar Lang)
Mit dieser Figur wird an das einstige Hammerwerk im Ortsteil Wittigsthal erinnert.

Steinbacher Zinnseifner (Jörg Bäßler)
Überkniehohe Stiefel und Kapuzengewand sind Merkmale der Zinnseifner, die 1530 Steinbach gründeten, einen späteren Ortsteil Johanngeorgenstadts.

Glasmacher aus Jugel (Peter Duus)
In Jugel existierte seit 1571 eine Glashütte, die auch Gläser für den sächsischen Hof fertigte.

Schatullentischler (Peter Eberlein)
Im 19. Jahrhundert wurden in Johanngeorgenstadt hochwertige Schatullen, teils mit wertvollen Intarsienarbeiten, gefertigt.

Bergschmied mit Schwibbogen (Uwe Demmrich)
Im Jahre 1740 fertigte der Johanngeorgenstädter Bergschmidt J. C. Teller den 1. Schwibbogen der Welt und begründete so eine lange erzgebirgische Tradition.

Handschuhnäherin (Tobias Michael)
Fabrikbesitzer L. Cohn gilt als Begründer der Glacéhandschuhindustrie (1869) in Johanngeorgenstadt, dass in der Folge zum bedeutendsten Produktionsstandort dieser Zunft in Europa wurde.

Auspuffbauer (Ronny Tschierske)
Diese Figur steht symbolisch für die Firma Fox-Sportauspuffe und ihren Geschäftsführer Siegfried Ott, Initiator und Finanzier der Großpyramide und des Bildhauersymposiums.

Wismutkumpel (Siegfried Ott)
Der Wismutkumpel verkörpert den Uranerzbergbau, der Johanngeorgenstadt nach dem 2. Weltkrieg nachhaltig prägte und Fluch und Segen zugleich war.

Grenzer (Heinz Günther)
Die Figur symbolisiert Johanngeorgenstadt als Grenzstadt und trägt die Uniform eines sächsischen Grenzaufsehers von 1835.

Feuerwehrmann (Hartmut Rademann)
Dieser steht für die Wehr der Bergstadt, die mit 145 Jahren eine der ältesten im Erzgebirge ist.

Prof. Dr. med. habil. Heinz Eger (Andrej Löchel)
Prof. Eger ist ein verdienstvoller Kardiologe und Radiologe, der in Johanngeorgenstadt geboren wurde und heute in Bad Berka lebt.

Skispringer (Pavel Vitek)
Er symbolisiert den Wintersportverein 08 Johanngeorgenstadt e.V., dessen Talente und die Schanzen der Stadt, u.a. die Hans-Heinz-Schanze als erste Großschanze Deutschlands.

Sommerfrischlerin (Volker Sesselmann)
Sie steht für den Tourismus und ist bewusst im Stil der 1920/30er Jahre gestaltet, weil die Stadt in dieser Zeit einen Urlauber-Boom erlebte.

Klöpplerin (Holm Ludwig)
Das Klöppeln war traditionell ein zusätzlicher Broterwerb in den Bergmannsfamilien.

Schnitzer (Johannes Düring)
Die Figur des Schnitzers ist Symbol für früheren Broterwerb, spätere Freizeitaktivität und erzgebirgische Traditionspflege.