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13.09.2019
| Sonstiges |

Es war einmal - Märchen und Demenz

(MTL) ANNABERG-BUCHHOLZ: "Es war einmal …" mit diesem Satzanfang verbindet nahezu jeder Mensch Kindheitserinnerungen an Märchen. Dass diese auch genutzt werden können, um Türen ins Langzeitgedächtnis von Menschen zu öffnen, die an Demenz erkrankt sind, wurde während einer Fachtagung zum 2. Internationalen Märchenfilm-Festival fabulix® in der Stadtbibliothek Annaberg-Buchholz deutlich. Dort hielt Frau Silke Fischer vom "Märchenland - Deutschen Zentrum für Märchenkultur" Berlin, einen spannenden Vortrag. Im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hatte sie gemeinsam mit ihrem Team eine vierjährige wissenschaftliche Studie zum Thema "Es war einmal … Märchen und Demenz" durchgeführt. Im Ergebnis wurde die gesundheitsfördernde Wirkung von Märchen, speziell für das mentale Wohlbefinden von Betroffenen und Pflegekräften, empirisch nachgewiesen. Um diese Erkenntnisse künftig in die Praxis zu überführen, stellte sie dazu einzelne Module und Arbeitsmaterialien vor. Dazu gehören u.a. Schulungen für Pflege-und Betreuungskräfte, entsprechende Materialien von "Märchenland" sowie Märchenstunden in Pflegeeinrichtungen. Von den Vertretern der AOK und der Gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH wurden ihre Ausführungen mit viel Interesse aufgenommen. Der Ansatz sei erfolgversprechend.
Bereits Professor Dr. Schlüter von der Westsächsischen Hochschule Zwickau prägte vor Jahren im Blick auf Menschen, die an Demenz erkrankt sind, den Satz: "Anker in der Vergangenheit setzen". Das bedeute, Erinnerungen an die Kindheit und Jugend der Betroffenen zu wecken und damit ihr Langzeitgedächtnis wieder stärker zu aktivieren. Gerade Märchen, die bereits im Kindesalter das Innerste der Menschen erreichen und prägen, sind dafür sehr gut geeignet. Mit dem Projekt "Märchen und Demenz" sollen geistige Ressourcen länger erhalten und die psychosoziale Gesundheit gefördert werden. Damit sind Freude, positive Emotionen und mehr Lebensqualität verbunden. Das wirkt sich auch auf Pflegefachkräfte und Angehörige positiv aus.
Die neuen Anstöße und Impulse sollen künftig für die Umsetzung des Projekts in den Einrichtungen sowie zur Fortbildung von Betreuern und Pflegenden genutzt werden. Dazu wird angestrebt, die präventive Maßnahme "Es war einmal - Märchen und Demenz" in der Gemeinnützigen Wohn- und Pflegezentrum Annaberg-Buchholz GmbH sowie künftig sächsischen Pflegeeinrichtungen einzusetzen. (Quelle: Stadt Annaberg-Buchholz/Matthias Förster)