Johanngeorgenstadt
Größter freistehender Schwibbogen der Welt
Am 15. Dezember 2012 wurde in Johanngeorgenstadt zum 20. Original Johanngeorgenstädter Schwibbogenfest der größte freistehende Schwibbogen der Welt eingeweiht. Dieser Riese ist 25 m breit und mit Kerzen 14,5 m hoch und besteht aus 700 Tonnen Stahlbeton und 15 Tonnen Edelstahl.
Spendiert wurde die neue Attraktion, wie auch die Riesenpyramide vom Johanngeorgenstädter Unternehmer Siegfried Ott.

Erläuterung der Symbole im Schwibbogen
Wunderblume
Sie steht für die erzgebirgische Sagenwelt.
Klöpplerin
Sie repräsentiert eine Seite der erzgebirgischen Volkskunst, die bekanntlich mehr ist als nur "Männelmacherei".
Bergleute
Sie stehen für den Bergbau in Sachsen. Die ersten Schwibbögen wurden bei Mettenfeiern verwendet.
Emporstrebende Blume
Sie deutet an, dass die Volkskunst im Erzgebirge fruchtbaren Boden fand.
Kurschwerter
Sie symbolisieren den Freistaat Sachsen. Das Hufeisen darunter erinnert daran, das ein Bergschmied den Schwibbogen erfunden hat.
Schlegel und Eisen
Dies sind weitere Symbole des Bergbaus, der prägend für das Erzgebirge war.
Lichterengel, Schnitzer und Räuchermann
Sie repräsentieren die erzgebirgische Volkskunst, die insbesondere zur Weihnachtszeit die Menschen erfreut.
Riesenpyramide
Zum 22. Original Johanngeorgenstädter Schwibbogenfest am 13. Dezember 2014 wurde die neue Großpyramide eingeweiht und zum 1. Mal in Gang gesetzt.

Mit dem Anspruch eine neue Qualität einer Freilandpyramide zu schaffen, wurde seit reichlich einem Jahr der Bau vorbereitet und sich zu Design, Form und Gestaltung Gedanken gemacht. Am 27. August 2014 wurde mit dem ersten Spatenstich begonnen, die größte erzgebirgische Pyramide zu errichten.
Mit gut 26 m Höhe und 11 m Flügelspannweite sucht dieser Riese aus Beton und Edelstahl weltweit nach Konkurrenz.
Spendiert wurde die neue Attraktion, wie auch der Riesenschwibbogen vom Johanngeorgenstädter Unternehmer Siegfried Ott.
Die Figuren und ihre Bedeutung für Johanngeorgenstadt
Exulant auf der Flucht (Friedhelm Schelter)
Glaubensflüchtlichte (Exulanten) aus dem böhmischen Platten haben am 23. Februar 1654 mit Genehmigung von Kurfürst Johann Georg I. die Stadt Johanngeorgenstadt gegründet.
Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen (Robby Schubert)
Der Kurfürst erlaubte den böhmischen Exulanten hier zu siedeln unter der Maßgabe, dass die neue Stadt seinen Namen tragen möge.
Schuldirektor Christian Friedrich Röber (Michael Rössel-Rothe)
Der Johanngeorgenstädter Heimatdichter Röder gilt als Begründer der erzgebirgischen Mundartdichtung.
Heimatdichter Max Schreyer (Paul Brockhage)
Der gebürtige Johanngeorgenstädter schrieb u.a. das Lied vom Vugelbeerbaam.
Johanngeorgenstädter Bergmeister (Jesko Lange)
Der Bergmeister in der Uniform des hiesigen Reviers von 1786 steht symbolisch für den Silbererzbergbau.
Wittigsthaler Hammerschmied (Dietmar Lang)
Mit dieser Figur wird an das einstige Hammerwerk im Ortsteil Wittigsthal erinnert.
Steinbacher Zinnseifner (Jörg Bäßler)
Überkniehohe Stiefel und Kapuzengewand sind Merkmale der Zinnseifner, die 1530 Steinbach gründeten, einen späteren Ortsteil Johanngeorgenstadts.
Glasmacher aus Jugel (Peter Duus)
In Jugel existierte seit 1571 eine Glashütte, die auch Gläser für den sächsischen Hof fertigte.
Schatullentischler (Peter Eberlein)
Im 19. Jahrhundert wurden in Johanngeorgenstadt hochwertige Schatullen, teils mit wertvollen Intarsienarbeiten, gefertigt.
Bergschmied mit Schwibbogen (Uwe Demmrich)
Im Jahre 1740 fertigte der Johanngeorgenstädter Bergschmidt J. C. Teller den 1. Schwibbogen der Welt und begründete so eine lange erzgebirgische Tradition.
Handschuhnäherin (Tobias Michael)
Fabrikbesitzer L. Cohn gilt als Begründer der Glacéhandschuhindustrie (1869) in Johanngeorgenstadt, dass in der Folge zum bedeutendsten Produktionsstandort dieser Zunft in Europa wurde.
Auspuffbauer (Ronny Tschierske)
Diese Figur steht symbolisch für die Firma Fox-Sportauspuffe und ihren Geschäftsführer Siegfried Ott, Initiator und Finanzier der Großpyramide und des Bildhauersymposiums.
Wismutkumpel (Siegfried Ott)
Der Wismutkumpel verkörpert den Uranerzbergbau, der Johanngeorgenstadt nach dem 2. Weltkrieg nachhaltig prägte und Fluch und Segen zugleich war.
Grenzer (Heinz Günther)
Die Figur symbolisiert Johanngeorgenstadt als Grenzstadt und trägt die Uniform eines sächsischen Grenzaufsehers von 1835.
Feuerwehrmann (Hartmut Rademann)
Dieser steht für die Wehr der Bergstadt, die mit 145 Jahren eine der ältesten im Erzgebirge ist.
Prof. Dr. med. habil. Heinz Eger (Andrej Löchel)
Prof. Eger ist ein verdienstvoller Kardiologe und Radiologe, der in Johanngeorgenstadt geboren wurde und heute in Bad Berka lebt.
Skispringer (Pavel Vitek)
Er symbolisiert den Wintersportverein 08 Johanngeorgenstadt e.V., dessen Talente und die Schanzen der Stadt, u.a. die Hans-Heinz-Schanze als erste Großschanze Deutschlands.
Sommerfrischlerin (Volker Sesselmann)
Sie steht für den Tourismus und ist bewusst im Stil der 1920/30er Jahre gestaltet, weil die Stadt in dieser Zeit einen Urlauber-Boom erlebte.
Klöpplerin (Holm Ludwig)
Das Klöppeln war traditionell ein zusätzlicher Broterwerb in den Bergmannsfamilien.
Schnitzer (Johannes Düring)
Die Figur des Schnitzers ist Symbol für früheren Broterwerb, spätere Freizeitaktivität und erzgebirgische Traditionspflege.
Pferdegöpel - Denkmal der Bergbaugeschichte

Der Pferdegöpel in Johanngeorgenstadt ist ein Denkmal der erzgebirgischen Bergbaugeschichte. In einer Schauvorführung erleben Sie die Schachtförderung mit Hilfe von 2 Pferdestärken in der originalgetreu wiedererrichteten Schauanlage. Die Ausstellung im Huthaus und der Bergbaulehrpfad laden zum Besuch ein.

Lehr- & Schaubergwerk Frisch Glück "Glöckl"
Wittigsthalstraße 13-15
Über 300 Jahre Bergbaugeschichte und über 500 Millionen Jahre Erdgeschichte sind bei uns lebendig und werden Sie begeistern. Wir bieten allen Altersgruppen ab 5 Jahren eine informative, lehrreiche, unterhaltsame, humorvolle und kurzweilige Reise zu Schauplätzen der Geschichte - auf bequemen Wegen und immer bestens betreut.
Heimatstube

Sie sind herzlich eingeladen, einen Teil der alten Handwerkstradition von Johanngeorgenstadt und der erzgebirgischen Volkskunst näher kennen zu lernen. Dabei sollen Ihnen nicht einfach fertige Stücke gezeigt werden, sondern Sie können die Herstellung beim Handschuhmacher und Schwibbogenbauer mit eigenen Augen verfolgen.

Stadtkirche
Kirchplatz 7
Die neue evangelisch-lutherische Stadtkirche wurde am 27. August 1872 geweiht. Nach Plänen der Architekten Arnold und Pfau aus Annaberg wurde sie im neugotischen Stil in Form einer dreischiffigen fünfjochigen Halle mit eingezogenem Chor wieder aufgebaut. Der Turm erreicht mit dem darauf befindlichem Kreuz eine Höhe von 67 m.
Schanzenanlagen

Die Schanzenanlagen bestehen aus insgesamt 4 Sprungschanzen. Die größte hiervon ist die im Jahr 1929 erbaute Hans- Heinz- Schanze, später bekannt als Erzgebirgsschanze. Seit Ende des Jahres 2000 kann diese jedoch nicht mehr genutzt werden, da sie den Profil- und Sicherheitsanforderungen nicht mehr entspricht. Direkt neben der großen Schanze stehen noch die 1937 fertiggestellte Jugendschanze sowie die Schülerschanze, erbaut 1977/78. Beide Schanzen werden noch heute für Wettkämpfe genutzt, ebenso wie die Schülerschanze am alten Eisstadion.

Exulantenzug
Zum 27. Original Johanngeorgenstädter Schwibbogenfest gab es einen ganz besonderen Programmhöhepunkt. Der Unternehmer Siegfried Ott übergab der Stadt Johanngeorgenstadt 14 geschnitzte Eichenfiguren Eichenholzfiguren, welche in ihrer Gesamtheit den Exulantenzug darstellen. Im November 1653 flohen 100 Familien wegen ihres evangelischen Glaubens aus den böhmischen Platten (heute Horní Blatná) nach Sachsen. Sie wurden in dem Dorf Jugel aufgenommen, welches heute ein Teil von Johanngeorgenstadt ist. Nach einer schriftlichen Bitte an den Kurfürsten Johann Georg I. wurde ihnen am 23. Februar 1654 erlaubt, eine Stadt am Fastenberg zu errichten.
Die Figuren befinden sich auf der sanierten Halde 42 in der Mittelstadt im Bereich zwischen dem Pferdegöpel, der Schwefelwerkstraße und der Riesenpyramide. Um die Figuren herum soll in nächster Zeit noch ein kleiner Park angerichtet werden.
Pflanzenlehrpfad Henneberg

Der Pflanzenlehrpfad von Henneberg führt Sie auf seiner 80m langen Rundtour durch eine Pflanzenwelt, welche sonst nur in den Hochmooren zu finden ist. So haben Sie die Möglichkeit, beispielsweise Sonnentau, Wollgras, Rosmarienheide oder Zwergbirken zu bestaunen.
Unabhängig von der Jahreszeit kann der Lehrpfad das ganze Jahr über besucht werden und in der Zeit von Mai bis Oktober erwachen die verschiedenen Pflanzen je nach Art zum Leben.
Ein Besuch ist jederzeit ohne Voranmeldung möglich.
Sehenswürdigkeiten der Region
Eibenstock
Stickereimuseum

Bürgermeister-Hesse-Straße 7/9
Im Stickereimuseum Eibenstock erleben Sie die Geschichte der
Eibenstocker Stickerei-Industrie und der Bergstadt Eibenstock nach. Sie sehen historische Stickmaschinen in Funktion sowie Sachzeugen des Zinn- und Eisenbergbaus und ein Modell der ehemals steilsten Normalspurbahn Deutschlands.

Badegärten
Spüren Sie die wohltuende Wirkung des Wassers und erholen Sie sich in einer einzigartigen Garten- und Saunalandschaft mit Kurhalle, Massagebecken, Kneipanlagen, Solarien und themenbezogenen Saunen. Auch Kinderherzen schlagen höher: Riesenrutsche, Strömungskanal, Kinderbecken mit echtem Sandstrand.
Auersberg mit Aussichtsturm

Der zur Bergstadt Eibenstock gehörende Auersberg gilt mit 1019 m als "zweithöchster Sachse". Den Aufstieg beginnt man am besten im idyllisch zu Füßen des Auersbergs gelegenen Ortsteil Wildenthal. Aber auch von Eibenstock, Blauenthal, Sosa oder Sauschwemme führen zahlreiche Wanderwege durch dichten Bergwald hinauf zum Gipfel. Dort bietet sich vom ehrürdigen Aussichtsturm eine wunderbare Rundsicht auf Täler und Höhen, Städte und Dörfer, Talsperren und unendlich scheinende Wälder.
Auskünfte über:
Bockau

Spirituosenmuseum
Im 1. Spirituosenmuseum Sachsens können Touristen alte Destillierblasen, Kräutermühlen, historisches Bildmaterial, Kräuter- und Wurzelproben und viele andere interessante Zeitzeugen des jahrhundertealten Laborantenwesens in Bockau bewundern.
Schwarzenberg
Schloss Schwarzenberg

Obere Schlosstraße 36
schwarzenberg.de/de/altstadt/schloss-und-st-georgenkirche.html
Die Ausstellung im ehemaligen kurfürstlichen Jagdschloss informiert neben der Schloss- und Stadtgeschichte über die Geschichte des Bergbaus im Westerzgebirge. Das Museum gewährt Einblicke in die Arbeit traditioneller Handwerksberufe wie Klempner und Schlosser.
Eisenbahnmuseum

Schneeberger Straße 60
Auf dem Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes des Bahnhofes betreibt der Verein Sächsischer Eisenbahnfreunde e.V. ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung an historischen Loks, Wagen und technischen Anlagen. Von hier aus startet auch der historische Dampfzug zu Fahrten durch Sachsen.
Schneeberg
Museum für bergmännische Volkskunst

In einem der zahlreichen Barockgebäuden der Stadt Schneeberg, dem Bortenreuther-Haus, befindet sich das Museum für bergmännische Volkskunst. Es ist ein ethnografisches Spezialmuseum, in dem die Stadt- und Bergbaugeschichte, die Schnitzkunst des Westerzgebirges, Heimat- und Weihnachtsberge, Pyramiden und das Klöppeln präsentiert werden.

Siebenschlehner Pochwerk
Lindenauer Straße 22
OT Neustädtel
Vom 16.-19. Jahrhundert war das Schneeberger Revier weltgrößter Fundort für Kobalterze, aus denen man das berühmte Kobaltblau herstellte. Zu den wichtigsten Denkmalen des Kobaltbergbaus zählt das Technische Museum, daß der Aufbereitung der abgebauten Erze diente.
St.-Wolfgangs-Kirche

Kirchgasse 7
Eine der größten und architektonisch vorzüglich ausgereiften Kirchen der Spätgotik - sie wurde 1516-1540 durch Hans von Torgau, dem sächsischen Hofbaumeister in Verbindung von Gotik mit Renaissance erbaut und erhielt 1539 den ersten und komplettesten Altar der lutherischen Reformation aus der Werkstatt Lucas Cranach d. Ä.
Waschleithe
Schauanlage Heimatecke

Der Verein Heimatfreunde Waschleithe e.V. hat seit seiner Gründung im Jahr 1961 gedeihliche Arbeit auf dem Gebiet des Kulturerbes geleistet. Jährlich wird in gemeinsamer Arbeit in vielen Arbeitsstunden die Schauanlage aufgebaut, gehegt und gepflegt. Die in der Freizeit in ehrenamtlicher Tätigkeit geschaffene Anlage zu Sehenswürdigkeiten des Erzgebirges "en Miniature" wird im Laufe einer Saison von vielen Besuchern bewundert. Die Schauanlage hat täglich von April bis Oktober von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet.
Natur- und Wildpark

Mühlberg 56
OT Waschleithe
Der Natur- und Wildpark gehört mit seinen überwiegend heimischen Tierarten und dem ausgedehnten Waldparkgelände zu den wohl schönsten Tierparks der Region. Mehr als 250 Tiere aus über 40 Arten fühlen sich auf einer Fläche von 5,4 ha pudelwohl. Neben Rothirsch, Fischotter und Rentier haben auch viele alte Haustierrassen wie Wollschwein und Zackelschaf in Waschleithe ihr zu Hause. Ein Besuch im Natur- und Wildpark garantiert zu jeder Jahreszeit Erholung und Tiererlebnisse für Klein und Groß. Spannende Führungen, Erlebnisprogramme und Tierkontakte im Streichelgehege begeistern Kinder jeden Alters. Zusätzlichen Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie bieten Veranstaltungen wie Ostereiersuchen, Backtage und Fischfest.
Breitenbrunn

Sächsisches Schmalspurbahn-Museum
Das Museum zeigt einen Bahnhof wie zu Kaiser's Zeiten mit historischen Diensträumen und über 50 Schienenfahrzeuge der Sächsischen Schmalspurbahngeschichte. Ständige Ausstellungen zu Themen wie das alte Fuhrwesen des Erzgebirges oder des Sächsischen Dampflokomotivbau bereichern das vielseitige Angebot.
Technisches Museum "Silberwäsche"

Das Museum vermittelt einen Einblick in die Geschichte des Silberbergbaus im Erzgebirge. Die als Pochwäsche bezeichnete Schauanlage gibt einen praktischen Einblick in die schwere Arbeit der Erzaufbereitung für die Verhüttung.
