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Die Stadt des Schwibbogens

Fotowettbewerb des Sachsenforstes

Wald. Wasser. Moor. 
Lebensräume vor unserer Haustür

Jahresthema 2026 und Fotowettbewerb: Ein aufmerksamer Blick in den Erzgebirgswald

Wenn in Sachsen die Winterferien beginnen, wird der Wald für viele Familien zur Bühne für Ausflüge, Spaziergänge und Entdeckertouren. Genau diesen Moment nutzt der Forstbezirk Eibenstock, um ein besonderes Jahresthema zu starten. Unter dem Motto „Wald. Wasser. Moor.“ rückt er 2026 jene Bereiche in den Mittelpunkt, die oft übersehen werden und doch entscheidend für Artenvielfalt und Wasserspeicherung sind – feuchte Wälder, Moore, kleine Bäche oder Quellbereiche im Erzgebirge.

Rund um den Welttag der Feuchtgebiete am 2. Februar und pünktlich zum Start der sächsischen Winterferien lädt der Forstbezirk dazu ein, diese Lebensräume mit wachem Blick zu erkunden und im Bild festzuhalten. Ein Fotowettbewerb sucht Motive, die zeigen, wie eng Wald, Wasser und Moor im Erzgebirge zusammengehören: vom Nebel über einer Moorfläche über Tautropfen auf Moosen bis hin zu kleinen Bächen, die große Trinkwassertalsperren speisen.

Warum Wasser den Wald prägt

Der Erzgebirgswald ist mehr als ein Meer aus Bäumen. Wasser entscheidet oft darüber, wie gesund und vielfältig er ist. Es sammelt sich in Mooren, versickert im Waldboden, speist Bäche und Talsperren und ist damit Grundlage für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ebenso wie für die Trinkwasserversorgung der Menschen.
Moore spielen dabei eine besondere Rolle. Sie sind sensibel, artenreich und stark vom Wasserstand abhängig. Zugleich prägen sie seit Jahrhunderten das Bild der Landschaft – auch dort, wo frühere Entwässerungen, Torfstiche und wirtschaftliche Nutzung noch Spuren hinterlassen haben.

Verantwortung für eine sensible Landschaft

Der Forstbezirk Eibenstock betreut große zusammenhängende Waldflächen mit zahlreichen Feuchtgebieten und Mooren. Drei Trinkwassertalsperren liegen in seinem Gebiet und versorgen weite Teile der Region mit sauberem Wasser.
Die Försterinnen und Förster tragen Verantwortung dafür, diese besonderen Lebensräume zu erhalten, behutsam zu pflegen und ihre Funktion für Wald, Wasser oder Artenvielfalt zu sichern. Es geht dabei um mehr als eine Momentaufnahme. Im Fokus steht ein langfristiges Verständnis von Wald und Landschaft.

„Viele Menschen verbinden den Wald vor allem mit Bäumen. Dabei entscheidet oft das Wasser darüber, wie gesund und vielfältig ein Wald ist. Moore, feuchte Böden und kleine Bäche gehören ganz selbstverständlich dazu, gerade hier im Erzgebirge“, sagt Johannes Riedel, Leiter des Forstbezirks Eibenstock. „Mit dem Motto ‚Wald. Wasser. Moor.‘ möchten wir diesen Zusammenhang sichtbar machen und dazu anregen, genauer hinzuschauen.“

Fotowettbewerb: Hinsehen, entdecken, festhalten

Wie zeigt sich der Wald im Jahresverlauf? Nebel, der im Frühjahr über einer Moorfläche liegt. Ein glitzernder Pilz nach einem Regentag. Libellen an einem stillen Quellbereich oder herbstliche Farben im Moorwald. Oft sind es die kleinen Details, die die besondere Stimmung dieser Landschaften ausmachen und die im Alltag manchmal unbeachtet bleiben.
2026 lädt der Forstbezirk Eibenstock dazu ein, solche Momente bewusst wahrzunehmen und fotografisch festzuhalten. Unter dem Jahresthema startet ein Fotowettbewerb, der Bilder aus dem gesamten Forstbezirk sucht. Gefragt sind Motive, die die enge Verbindung von Wald, Wasser und Moor im Erzgebirge sichtbar machen, von der weiten Landschaft bis zum überraschenden Detail.
Die schönsten Aufnahmen werden in einem Kalender für das Jahr 2027 veröffentlicht. So entsteht ein gemeinsamer Blick auf die Region, der zeigt, wie unterschiedlich Menschen ihren Wald und dessen Feuchtgebiete wahrnehmen.

Teilnahme am Wettbewerb
• Mitmachen können alle Interessierten unabhängig von Alter oder fotografischer Erfahrung.
• Einsendungen sind ab sofort bis zum30. September 2026 möglich.
• Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie Details zu den Teilnahmebedingungen finden sich auf der Webseite des Forstbezirks: Fotowettbewerb 2026

Blick durchs Jahr 2026

Im Laufe des Jahres wird der Forstbezirk Eibenstock unterschiedliche Facetten des Jahresthemas beleuchten: von der Rolle des Wassers im Wald über Moore als besondere Lebensräume bis hin zu historischen Spuren der Nutzung oder aktuellen Forschungsfragen.
Wer den Forstbezirk auf dieser Reise begleitet, wird feststellen: Wald, Wasser und Moor erzählen viele Geschichten, und im Laufe des Jahres kommen immer neue hinzu.

An der Stelle möchten wir gern schon auf eine Moorwanderung mit Revierförsterin Anne Borowski hinweisen, die am 6. Juni im Rahmen der Frühlingsspaziergänge stattfinden wird. Interessierte erhalten dabei Einblicke in die Tier- und Pflanzenwelt der Moore, erfahren, warum diese Lebensräume so sensibel sind und welche Rolle sie für den Wasserhaushalt der Region spielen. Gleichzeitig bietet die Wanderung eine schöne Gelegenheit, neue Motive für den Fotowettbewerb zu entdecken.

Hinweis für Redaktionen

Der Forstbezirk Eibenstock vermittelt gern geeignete Gesprächspartner:innen zu seinem Jahresthema „Wald. Wasser. Moor.“ sowie zu angrenzenden forst- und umweltfachlichen Fragestellungen. Auf Wunsch sind auch Vor-Ort-Termine möglich. Sprechen Sie uns dazu gern an.